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RECHTLICHES

Hier finden Sie wichtige Informationen.

Sollten Sie weitere Fragen haben kontaktieren Sie uns bitte unter +49 69 7193 2000 oder
wm-de@bnpparibas.com

Beschwerdemanagement und alternative Streitbeilegungsverfahren

BNP Paribas Deutschland hat Grundsätze zum Umgang mit Beschwerden und zur zügigen Bearbeitung jedweder Beanstandungen seitens des Kunden aufgestellt.

Sollten Sie einmal mit einer Leistung, die Ihnen gegenüber erbracht wird, unzufrieden sein, bitten wir Sie, dies, sofern sachdienlich, zunächst mit einem Ihnen bekannten Ansprechpartner oder Kundenbetreuer aufzunehmen. Für den Fall, dass Sie nicht zufrieden sein sollten, wie mit ihrem Anliegen durch den jeweiligen Kontakt umgegangen wird oder ein bestimmtes Problem unverzüglicher Aufmerksamkeit bedarf, wenden Sie sich bitte schriftlich an folgende Adresse:

BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland
BNPP WM Germany Beschwerdemanagement
Europa-Allee 12
60327 Frankfurt am Main
E-Mail: WM-DE-Qualitaetsmanagement@bnpparibas.com

Die Bank nimmt am Streitbeilegungsverfahren der Verbraucherschlichtungsstelle “Ombudsmann der privaten Banken” (www.bankenombudsmann.de) teil. Dort haben Sie die Möglichkeit, zur Beilegung einer Streitigkeit mit der Bank den Ombudsmann der privaten Banken anzurufen. Betrifft der Beschwerdegegenstand eine Streitigkeit über einen Zahlungsdienstevertrag (§ 675f BGB), können auch Kunden, die nicht Verbraucher sind den Ombudsmann der privaten Banken anrufen. Näheres regelt die “Verfahrensordnung für die Schlichtung von Kundenbeschwerden im deutschen Bankgewerbe”, die auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird oder im Internet unter www.bankenverband.de abrufbar ist. Die Beschwerde ist in Textform (z.B. mittels Brief, Telefax oder E-Mail) an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken e.V., Postfach 04 03 07, 10062 Berlin, Telefax: +049 (0) 30/1663-3169,
E-Mail: ombudsmann@bdb.de, zu richten.

Ferner besteht für unsere Kunden die Möglichkeit, sich jederzeit schriftlich oder zur dortigen Niederschrift bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn, über Verstöße der Bank gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), die §§ 675c bis 676c des BGB zu beschweren.

Die Europäische Kommission hat unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Europäische Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) errichtet. Die OS Plattform kann ein Verbraucher für die außergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit aus Online-Verträgen mit einem in der EU niedergelassenen Unternehmen nutzen.

Sicherheit für Ihr Vermögen

Die Sicherheit aller Einlagen unserer Kunden ist uns extrem wichtig. Sie besteht aus zwei sich ergänzenden Komponenten:

Gesetzliche Absicherung durch den FGDR

100.000 Euro pro Kunde

Deutscher Einlagensicherungsfonds

90 Mio. Euro pro Kunde (ab dem 1.1.2020)

Der „Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution“

Für unsere Kunden besteht zum einen die EU-weit geregelte gesetzliche Absicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde. Das BNP Paribas Wealth Management ist Teil der BNP Paribas S.A. , die als europaweit tätige Bank mit Hauptsitz in Frankreich bis zu einer Höhe von 100.000 Euro im französischen „Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution” (FGDR) abgesichert ist.

Website des FGDR ansehen

Der deutsche Einlagensicherungsfonds

Darüber hinaus ist BNP Paribas Wealth Management Deutschland als Teil der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland freiwilliges Mitglied im deutschen Einlagen­sicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB). Hierüber ist Ihr Vermögen bis zu einer Höhe von 90 Millionen Euro pro Kunde geschützt.

Website des Einlagensicherungsfonds ansehen

In welchem Verhältnis stehen der FGDR und der deutsche Einlagensicherungsfonds?

Die Einlagensicherung in Deutschland ruht auf zwei Säulen: Der gesetzlichen und einer freiwilligen Einlagensicherung.

Die deutsche Niederlassung der BNP Paribas S.A. ist gesetzlich über die französische Einlagensicherung des FGDR abgesichert. Eine zusätzliche freiwillige Absicherung erfolgt über den deutschen Einlagensicherungsfonds. Das heißt, im Anschluss an die gesetzliche Einlagensicherung über den FGDR setzt der Schutz der freiwilligen Einlagensicherung ein.

Für Sie bedeutet dies konkret, dass Ihr Vermögen bis zu einer Sicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Kunde über den FGDR abgesichert ist und darüber hinaus bis zu einer Sicherungsgrenze von derzeit 90 Millionen Euro über den Einlagensicherungsfonds des BdB.

Welche Einlagen sind geschützt?

Durch den FGDR

Durch die Einlagengarantie des FGDR werden alle Einleger geschützt. Darunter fallen Privatpersonen (minder- oder volljährig, unter Vormundschaft oder vertreten durch einen Dritten), Unternehmen (Aktiengesellschaft, GmbH, Ein-Personen-GmbH usw.), Selbstständige, Verbände oder andere berufsständische Zusammenschlüsse usw. bis zu 100.000 Euro pro Kunde und pro Kreditinstitut.

Die Sicherung umfasst alle auf Kontokorrent-, Tagesgeld-, Festgeld- und Sparkonten eingezahlten Beträge unabhängig von der Währung, auf die die Konten lauten, sowie von einer Bank ausgestellte, aber noch nicht eingelöster Schecks.

Nicht vom Schutz des FGDR umfasste Produkte sind insbesondere:

  • mit einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossener Lebensversicherungsvertrag, Kapitalansammlungs­vertrag, Rentensparplan
  • kollektiver Altersversorgungssparplan,
  • betrieblicher und überbetrieblicher Sparplan,
  • Geldscheine, Münzen und Objekte, die Sie dem Schließfachservice Ihrer Bank anvertraut haben,
  • anonyme Einlage oder nicht personenbezogenes Finanzinstrument mit nicht identifizierbarem Inhaber
  • flüssige Mittel auf elektronischem Träger,
  • Einlage mit Eigenmittelcharakter
  • Kassenobligationen

Durch den deutschen Einlagensicherungsfonds

Der Einlagensicherungsfonds schützt währungsunabhängig alle „Nichtbankeinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Umfasst sind Sicht-, Termin- und Spareinlagen (Guthaben auf Girokonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten) bis zu einer Sicherungsgrenze von 90 Millionen Euro pro Kunde. Daneben sind auch die Namensschuldverschreibungen und auf den Namen lautende Sparbriefe geschützt.

Nicht geschützt sind u.a. Inhaberpapiere (Zertifikate, Inhaberschuldverschreibungen).

Einlagen von anderen Gläubigern als natürlichen Personen und rechtsfähigen Stiftungen werden nur geschützt, wenn:

  • es sich bei der Einlage um keine Verbindlichkeit aus einer Namensschuldverschreibung oder einem Schuldscheindarlehen handelt und
  • die Laufzeit der Einlage nicht mehr als 18 Monate beträgt. Auf Einlagen, die bereits vor dem 01. Januar 2020 bestanden haben, findet die Laufzeitbeschränkung keine Anwendung. Nach dem 31. Dezember 2019 entfällt der Bestandsschutz nach vorstehendem Satz, sobald die betreffende Einlage fällig wird, gekündigt werden kann oder anderweitig zurück gefordert werden kann, oder wenn die Einlage im Wege einer Einzel- oder Gesamtrechtsnachfolge übergeht.

Der Schutz Ihrer Wertpapiere

Der Einlagensicherungsfonds schützt keine Wertpapiere, da diese im Eigentum des Kunden bleiben und lediglich von der Bank verwahrt werden. Im Insolvenzfall können Sie die Wertpapiere schriftlich bei der Bank herausverlangen oder Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. Während des Moratoriums können Sie auch jederzeit die Herausgabe Ihrer Papiere verlangen. Die Bank darf trotz des Zahlungs- und Veräußerungsverbotes diesem Begehren nachkommen, da ihr die Herausgabe fremder Sachen nicht verwehrt ist.

Der FGDR schützt Ihre Wertpapiere im Rahmen der Wertpapiergarantie. Diese ist unabhängig von der Währung, in der die Papiere ausgestellt sind, und gilt bis zu 70.000 Euro pro Kunde.

Allerdings greift die Wertpapiergarantie nur unter zwei Bedingungen ein:

  1. Ihre Papiere sind von Ihren Konten verschwunden,
  2. Ihr kontoführendes Institut befindet sich in Zahlungs­einstellung und kann die Wertpapiere weder zurückgeben noch auslösen.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des FGDR 

Wie werden Gemeinschaftskonten behandelt?

Der FGDR und der deutsche Einlagensicherungsfonds unterscheiden sich nicht im Umgang mit Gemeinschafts­konten.

Jeder Miteigentümer eines Gemeinschaftskontos ist jeweils bis zu einer Sicherungsgrenze von 100.000 Euro abgesichert. Für die Ermittlung des Entschädigungsanspruches ist dabei der jeweilige Anteil des einzelnen Kontoinhabers maßgeblich.

Wie werden Geschäftskunden behandelt?

Auch im Umgang mit Geschäftskunden gibt es keinen Unterschied zwischen dem FGDR und dem deutschen Einlagensicherungsfonds.

Einzelunternehmer sind häufig neben ihrem privaten Konto Inhaber eines Geschäftskontos. Konten von BGB-Gesellschaften (GbR) sind nicht Konten der Gesellschafter, sondern als Konto der Gesellschaft zu betrachten. Die BGB-Gesellschaft hat insoweit einen eigenen Entschädigungsan­spruch. Dieser beschränkt sich allerdings auf die Gesellschaft. Die einzelnen Gesellschafter haben hierbei – anders als bei Gemeinschaftskonten – keinen eigenen Anspruch.

Wie verläuft das Kompensationsverfahren?

Das Kompensationsverfahren des FGDR

Sie als Bankkunde müssen im Falle einer Insolvenz Ihrer Bank nichts unternehmen, außer ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen.

Der FGDR wird von der Insolvenz der Bank in Kenntnis gesetzt und ist für die Zahlung der Entschädigung verantwortlich. Sie erhalten daher vom FGDR ein Entschädigungsschreiben mit einem Eingangsvermerk. Die Erstattung Ihrer Einlage erfolgt innerhalb von 7 Arbeitstagen.

Das Kompensationsverfahren des deutschen Einlagensicherungsfonds

Auch der deutsche Einlagensicherungsfonds nimmt im Entschädigungsfall seine Tätigkeit auf und beginnt damit, die Einleger zu entschädigen. Sie als Bankkunde werden unverzüglich angeschrieben und über den Entschädigungsfall sowie die weitere Vorgehensweise informiert.

Anpassung der Sicherungsgrenzen des deutschen Einlagensicherungsfonds

Aufgrund der steigenden Eigenkapitalanforderungen an die Banken hat der Einlagensicherungsfonds zum 01.01.2012 eine Änderung des Statutes beschlossen. Dadurch wird sich in Zukunft die Sicherungsgrenze pro Kunde wie folgt reduzieren:

zum 01.01.2020: von 20% auf 15%

zum 01.01.2025: von 15% auf 8,75%

Bei uns als Zweigniederlassung einer französischen Bank berechnet sich die Sicherungsgrenze anhand des sogenannten Dotationskapitals. Konkret bedeutet dies, dass die Sicherungs­grenze pro Kunde bei unverändertem Dotationskapital wie folgt angepasst wird:

Zum 01.01.2020 auf 15% = 90.000.000 Euro

Zum 01.01.2025 auf 8,75% = 52.500.000 Euro

Dabei wurde jedoch eine Steigerung des Dotationskapitals entsprechend der Eigenkapitalquote der Bank noch nicht berücksichtigt. Das Schutzniveau für Sie als Kunde bleibt damit selbst nach dieser Änderung – im weltweiten Vergleich – in Deutschland am höchsten.