Juni-Update zu unseren Anlagethemen für 2021

Präsentiert von unserem Experten für Anlagestrategien

Der Ausblick nach der Reflation

Wiedereröffnung vielerorts gestartet, trotz globaler Infektionswelle: Dank einer beeindruckenden Beschleunigung der COVID-19-Impfprogramme schließen sich die US-Wirtschaft und die europäische Wirtschaft China an, indem sie die Lockdowns beenden und ihre heimische Wirtschaft schrittweise wieder öffnen, was eine Erholung des Dienstleistungssektors einläutet. Wenig überraschend steigen dadurch auch die Unternehmensgewinne über die Konsenserwartungen der Analysten, was den Optimismus bei Aktien antreibt. 

Eine heftige Debatte über den langfristigen Inflationsverlauf: Zwar ist klar, dass die Inflation in den USA in den nächsten Monaten, angeführt von den Lebensmittel- und Energiepreisen zusammen mit den Wohnkosten, schnell ansteigen wird, doch der langfristige Inflationsverlauf wird noch heiß diskutiert. Auf der einen Seite führen lebhafte Rohstoffpreise und ein starker Nachfragemarkt zu allgemein höheren Preisen, während andererseits die deflationären Kräfte aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, einer besseren Post-COVID-Produktivität und einer Beschleunigung des technologischen Fortschritts möglicherwiese verhindern können, dass die Inflation zu schnell, zu stark steigt.

Sommerlich attraktive und zugleich defensive Alternativen zu 100% Aktienrisiko: Da Aktien nach einem beeindruckenden Plus von 27% bei globalen Aktien seit Anfang letzten November möglicherweise in die saisonal schwierigere Sommerperiode eintreten, könnten Anleger über defensivere Strategien nachdenken. Die offensichtlich geringeren Risikoentscheidungen von Staatsanleihen oder Investment-Grade-Unternehmensanleihen bieten nach den Inflationserträgen noch immer negative Angebote, aber es gibt auch Lösungen, die bei reduziertem Anlagerisiko potenziell positive Realrenditen bieten. Diese lassen sich sowohl in Form eines risikoärmeren aktienbasierten Engagements, durch hybride (Aktien-, Renten-) Vermögenswerte als auch durch spezifische Strategien, die in strukturierte Produkte und alternative OGAW-Fonds eingebettet sind, erreichen.

Der Ansturm auf eine CO2-Netto-Null-Wirtschaft: Da die Länder der Europäischen Union, die US-Regierung Biden und die Kommunistische Partei Chinas einer Senkung der CO2-Emissionen und der Umweltverschmutzung durch kohlenstoffarme oder kohlenstofffreie Energiequellen Priorität einräumen, sehen wir strengere Umweltvorschriften, die die Preisgestaltung für Emmisonskredite ankurbeln. Seit letztem November haben sich die CO2-Emissionsgutschriften der Europäischen Union auf fast 50 EUR/Tonne mehr als verdoppelt. Doch anstatt nur auf Solaranlagen, Windkraft- und Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie zu setzen, setzen wir auf Energieeinsparung, industrielle Großbatteriespeicher, Biomassegewinnung/-raffination und Kohlenstoff-Nutzung "sauberer" Gasversorgung als attraktivere Anlageunterthemen im Rahmen des Klimawandels.

Die Kernkraft ist möglicherwiese auch eine Überlegung als offizielle Quelle für kohlenstoffarme Energie. Der gemeinsame Forschungsrat der Europäischen Union argumentiert, dass die Kernenergie ein "grünes" Label verdient.

Die Zukunft der Lebensmittel in einer nachhaltigen Welt: Lebensmittel sind lebenswichtig, bilden einen wichtigen Bestandteil unserer kulturellen Identität und spielen eine Hauptrolle in der Wirtschaft. Viele Menschen wollen, dass ihre Lebensmittel Teil eines gesunden Lebensstils sind, aber wir sollten auch die Auswirkungen berücksichtigen, die die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln auf die Ressourcen der Welt haben. Die Nahrungsmittelproduktion ist für 26% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und muss daher ein wesentlicher Bestandteil einer globalen Strategie zur Verringerung des CO2-Ausstoßes sein.

Ein nachhaltiges Lebensmittelsystem ist eine Art Lebensmittelsystem, das den Menschen gesunde Lebensmittel zur Verfügung stellt und gleichzeitig nachhaltige Auswirkungen auf die mit Lebensmitteln verbundenen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme gewährleistet. In der Tat beginnen nachhaltige Lebensmittelsysteme mit der Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken (z. B. effizientere Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft), nachhaltigeren Lebensmittelvertriebssystemen (unter Verwendung von recycelten/recycelbaren Verpackungen), der Schaffung nachhaltiger Ernährung und der Reduzierung von Lebensmittelabfällen im gesamten System im Einklang mit den 17 Zielen der Vereinten Nationen für für nachhaltige Entwicklung.

Verbraucher mit prall gefüllen Geldbörsen: Haushalte weltweit haben seit Beginn der Coronavirus-Pandemie mindestens 5,4 Billion USD an überschüssigen Ersparnissen angehäuft, von denen mindestens 2 Billionen USD ausgegeben werden sollen, wenn sich die Volkswirtschaften der Länder wieder öffnen, sobald sich die Herdenimmunität nähert. Erkenntnisse aus Israel, den USA und Großbritannien deuten darauf hin, dass COVID-19-Infektionen und Krankenhausaufenthalte drastisch sinken, sobald die Impfraten 40-60% der Gesamtbevölkerung erreichen. Kontinentaleuropa sollte diese Impfrate bis Ende Juni erreichen. Dies deutet auf eine Beschleunigung der Konsumausgaben im 2. Halbjahr 2021 hin. Von diesem Konsumboom dürften kurzfristig die Bereiche Inlandsreisen, Home Entertainment (Spiele- und Streaming-Dienste), Haustierpflege, Heimwerker- (Haus- und Gartenhandel) und der Kleidereinzelhandel profitieren.  

Edmund Shing,  Global Chief Investment Officer (PhD)

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